• Segunda-feira, Fevereiro 16, 2026

Hintergrund

Die Frage, wie sich eine physische Linux-Platte mit Partitionen in eine VHDX-Datei für Hyper-V unter Windows Server 2019 überführen lässt, taucht in Hosting-Umgebungen häufig auf. Linux-Dateisysteme wie ext4, LVM-Setups und eine Boot-Logik stellen Herausforderungen dar, die Hyper-V nicht ohne Weiteres bootfähig macht. Zusätzlich gilt es, die Storage-Pool-Infrastruktur sauber zu berücksichtigen.

Herausforderungen

  • Partitionstabellen: GPT und MBR beeinflussen das Boot-Verhalten der VM.
  • Linux-Dateisysteme: ext4, Swap und LVM sind in Hyper-V nicht direkt bootfähig.
  • Bootloader: GRUB muss auf dem Ziellaufwerk installiert und der Bootprozess entsprechend konfiguriert werden.
  • Kompatibilität: VHDX-Format, Generation 1 vs. Generation 2, BIOS- oder UEFI-Modus sowie Storage-Pool-Topologie beeinflussen das Ergebnis.

Lösungsansätze

  • Option 1: Das vollständige Quelllaufwerk in Linux abbilden und das Rohimage in VHDX konvertieren. Verwenden Sie qemu-img convert -f raw -O vhdx.
  • Option 2: Nach dem Import GRUB neu installieren. Booten Sie im Legacy-BIOS-Modus, installieren Sie GRUB auf dem virtuellen Laufwerk und prüfen Sie /etc/fstab sowie initramfs.
  • Option 3: Storage-Pool berücksichtigen. Legen Sie die VHDX-Datei in den vorhandenen Storage-Pool, wählen Sie feste oder dynamische Größe und passen Sie die VM-Konfiguration an.
  • Option 4: Backup und Test. Erstellen Sie eine vollständige Sicherung, testen Sie die Lösung in einer isolierten Umgebung, bevor Sie Produktionsdaten migrieren.

Praxis-Tipp: Planen Sie eine schrittweise Migration. Dokumentieren Sie jeden Schritt, damit eine Wiederherstellung schneller durchgeführt werden kann.

Für Hosting-Anbieter bietet dieser Ansatz eine praktikable Route, um physische Linux-Laufwerke flexibel in Hyper-V-Umgebungen einzubinden. Die richtige Strategie hängt von der konkreten Linux-Topologie ab. Ein proaktives Testen reduziert Risiken und minimiert Ausfallzeiten.